Prime Estate, Berlin

Stand:05.02.2008

 

Die Firma Prime Estate GmbH ist ein Vertriebsunternehmen in Berlin, das steuerbegünstigte Immobilien vertreibt.

In Berlins noblem Stadtteil Grunewald hat die Firma Prime Estate GmbH ihren Sitz. Auch wenn diese Firma noch nicht lange auf dem Markt ist, sind ihre Macher schon erfahren in der Akquisition von Kunden, denen man eine steuerbegünstigte Immobilie verkaufen kann.

Geschäftsführerin Jaqueline Lemke ist die Witwe des 2004 in Dubai unter fragwürdigen Umständen zu Tode gekommenen Reno Clemann alias Reno Lemke. Clemann hatte Ende der 90er Jahre mit höchst unseriösen Methoden den führenden Berliner Graumarktfinanzvertrieb aufgebaut. Seine Lehrlinge sind heute in vielen Firmen tätig und eifern dem "Meister" nach. Auch der zweite Geschäftsführer Andreas Schrobback hat Clemann noch kennengelernt. Andreas Schrobback gehört zu den Machern des Vertriebes mit dem scheinheiligen Namen UVBD = Unabhängige Verbraucherberatung Deutschland, die alles, aber nicht unabhängig und noch weniger eine Verbraucherberatung ist.

 

Die von der Prime Estate GmbH planmäßig angewandten Vertriebsmethoden sind altbewährt. Da gibt es zunächst den wettbewerbsrechtlich verbotenen Cold-Call, der von der Verbraucherzentrale Berlin als "Tatwaffe Telefon" bezeichnet wird. Der Angerufene wird gefragt, ob er Interesse am Steuernsparen habe. Wer hat das nicht? So neugierig gemacht, lässt er sich dann auf einen Hausbesuch eines Prime Estate Mitarbeiters ein. Dieser erklärt ihm, zunächst müsse man eine Vermögensanalyse machen, um dann prüfen zu können, ob er sich überhaupt in den Kreis der glücklichen Steuersparer einreihen könne.

 

Bei dem anschließenden Besuch im Büro wird ihm dann eröffnet, dass er sich an einer Immobilie beteiligen könne. Er brauche dafür kein eigenes Geld. Trotzdem rechne sich das Ganze durch die steuerlichen Vergünstigungen und die Mieteinnahmen praktisch von allein. Lediglich eine kleine Zuzahlung sei zu erwarten. Später, nach Ablauf der steuerlichen Vergünstigungen, könne man die Wohnung mit Gewinn wieder verkaufen.

 

Damit ihm das Geschäft nicht ein anderer wegschnappt, wird dann schnell ein Termin beim Notar gemacht. Dort wird regelmäßig ein Angebot abgegeben, dessen Tragweite der Ahnungslose oft nicht überblickt. Alles geht ganz schnell. Uns berichten immer wieder Anleger, dass sie sich überrumpelt gefühlt haben.

 

Tatsächlich erwirbt der Anleger eine Eigentumswohnung. Die ihm versprochene geringe Zuzahlung fällt regelmäßig höher aus. Die Chancen, die Wohnung später mit Gewinn verkaufen zu können, stehen nach unserer Einschätzung bei Null. Der von ihm gezahlte Einstiegspreis wird beim Weiterverkauf nicht annähernd erzielbar sein. Dann sitzt der Anleger in der Falle. Er ist auf die regelmäßige Laufzeit von 25 Jahren an die Immobilie gefesselt. Er hat nur Kosten. Ein völlig unsinniges und überflüssiges Geschäft.

 

Ein Anlageberater ist verpflichtet, den potentiellen Käufer auf alle Risiken hinzuweisen. Schwerlich würde sich ein Interessent auf ein solches Geschäft einlassen, das für ihn ein extrem hohes Risiko in seiner gesamten Lebensplanung beinhaltet. Weist ein Anlageberater nicht auf sämtliche Risiken hin, haftet sowohl er, als auch der Verkäufer für den entstandenen Schaden. Er hat den Käufer so zu stellen, als hätte er die Wohnung nicht gekauft.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wir wollen helfen. Nutzen Sie unseren Service.

 

P.S. Als besonderen Service bieten wir Ihnen an, eine Ersteinschätzung Ihres Falles vornehmen zu lassen. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos. Sie erfahren, ob Sie überhaupt Erfolgsaussichten haben und wenn ja, welche Kosten Ihnen gerichtlich bzw. außergerichtlich entstehen würden. Wenn Sie an der Ersteinschätzung Interesse haben, füllen Sie den Fragebogen aus.
 

 

 

Siehe auch: Fakten und Hintergründe

 
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